CasanovaGiovanni (geb. 2.4.1725 in Venedig, gest. 4.6.1798 in Dux (Böhmen)). Adelte sich selbst zum Chevalier de Seingalt. Wurde berühmt, als er 1756 - angeklagt von der Inquisition - aus den Bleikammern von Venedig floh. Danach reiste er ruhelos als Diplomat, Musiker und Wunderheiler durch Europa, traf mit vielen Persönlichkeiten - u.a. Friedrich den Großen - zusammen. Die letzten 13 Jahre seines Lebens verbrachte er als Bibliothekar des Grafen Waldstein im böhmischen Dux. Dort schrieb er seine Memoiren, die als bedeutendes kultur- und sittengeschichtliches Werk gelten. Für viele ein Begriff bis in die heutige Zeit ist Casanova durch seine starke Wirkung auf Frauen. Er war nicht nur ein Mann außergewöhnlicher Potenz, sondern auch ein beispiellos wortgewandter Verführer. Casanova nutzte jede sich bietende Gelegenheit (skrupellos) aus, eine Frau zu verführen. Doch es blieb stets bei kurzen Affären, da er feste Beziehungen verabscheute. Heute steht die Bezeichnung "Casanova" für Männer, die nur auf flüchtige Sex-Abenteuer ohne ernsthafte Absichten aus sind (vgl. Don Juan). |