EjakulationsstörungenEjakulationsstörungen treten in den verschiedensten Formen auf. Am häufigsten ist der vorzeitige
Samenerguss (Ejaculatio praecox), der entweder schon vor dem Einführen des Penis in die
Scheide einsetzt (ante portas) oder sofort danach. Das "vorzeitig" bezieht sich auf die Partnerin, weil sie in so kurzer
Zeit oft nicht den Orgasmus erreicht und unbefriedigt bleibt, während der Mann den Höhepunkt durchaus erlebt, aber eher
negativ, da es ihm selbst viel zu schnell ging und er sich nicht seiner Partnerin anpassen konnte. Eine Möglichkeit die Situation etwas zu verbessern, besteht
darin, dass er nach dem Samenerguss die Partnerin weiter stimuliert, z. B. mit der Hand oder dem Mund am Kitzler
(Cunnilingus), bis auch sie zum Höhepunkt kommt. Der vorzeitige Samenerguss muss nicht immer als eine körperliche
Funktionsstörung behandelt werden. Im Tierreich ist der schnelle Erguss eher ein Zeichen von Stärke und Vitalität. Wer zuerst kommt, gibt seine
Erbanlagen weiter. Beim Menschen geht es aber nicht nur um schnelle Befruchtung, sondern meist um ein intensives gemeinsames sexuelles Erleben. Beim jungen, sexuell
noch unerfahrenen Mann ist bei den ersten Sexualkontakten infolge der Erregung und des vermeintlichen Leistungsdrucks eine vorzeitige Ejakulation nichts
Ungewöhnliches. Mit zunehmender Erfahrung ist er aber meist selbst in der Lage, den Ablauf besser steuern zu können und den Erguss so lange
hinauszuzögern, dass die Partnerin zusammen mit ihm den Höhepunkt erlebt. Sollte sich die Situation auch nach einigen Monaten nicht positiv
verändern, sollte ein Sexualberater aufgesucht werden.
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