Exhibitionismus

von lat. "exhibere" (=darbieten, zeigen). Dranghaftes Verlangen, überwiegend bei Männern aber auch bei Frauen, sich in der Öffentlichkeit, vor Personen des anderen oder gleichen Geschlechts zu entblößen. Manchmal masturbiert der Exhibitionist dabei. Der sexuelle Reiz liegt aber meist in den angewiderten, erschrockenen oder angstvollen Reaktionen der Opfer. Meistens zeigen sich Exhibitionisten an öffentlichen Orten wie Parks. Exhibitionismus in der Sauna dagegen ist eher selten.
Im Alltagsleben sind Exhibitionisten oft schüchterne und unsichere Menschen, mit traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Die Ursachen für ihr Verhalten lassen sich nur durch Vertiefen ihrer Lebensgeschichte herausfinden. Exhibitionismus kann medikamentös oder mit Psychotherapie behandelt werden.
Da Exhibtionisten in der Regel keinen körperlichen Kontakt suchen, gelten sie als harmlos und werden oft belächelt. Kriminologen befürchten jedoch, dass Exhibitionisten in Einzelfällen ihre Taten bis hin zur Vergewaltigung steigern. Zudem sind "Entblößer" für Kinder ein traumatisches Erlebnis. Strafrechtlich gilt Exhibitionismus vor Kindern daher auch als sexueller Missbrauch.
Opfer eines Exhibitionisten sollten sich an die Polizei wenden! Exhibitionismus ist Erregung öffentlichen Ärgernisses und nach § 183 StGB strafbar.


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