Homosexualität

Bezeichnung für gleichgeschlechtliche Liebe, eine sowohl unter Frauen als auch unter Männern vorkommende sexuelle Variante. Homosexuelle Männer bezeichnen sich heute als Schwule, was früher als Schimpfwort galt. Homosexuelle Frauen nennen sich selbst Lesben.
Homosexualität wurde in verschiedenen Kulturen und Zeitaltern unterschiedlich eingestuft: Im antiken Griechenland etwa waren Homosexuelle gesellschaftlich anerkannt, ebenso in vielen indianischen Kulturen Amerikas. Das Christentum dagegen verdammte Formen und Praktiken in der Sexualität, die nicht der Zeugung dienten. Lustempfinden galt als unerwünschter Nebeneffekt beim Sex. Homosexuelle Neigungen galten als unnatürlich, krankhaft und abartig. In Deutschland war männliche Homosexualität jahrzehntelang strafrechtlich verboten. Zwar wurden Schwule seit Ende der 60er Jahre nicht mehr verfolgt, der entsprechend § 175 des Strafgesetzbuches aber erst 1994 abgeschafft.
Nach Erkenntnissen der modernen Forschung ist Homosexualität keine Krankheit. Die Entstehung ist jedoch unklar, da vermutlich viele Faktoren zusammenspielen. Niemand kann über seine sexuelle Orientierung selbst bestimmen.
Zur sexuelle Reifung gehört auch die "Entwicklungshomosexualität". In diesen Phasen sammeln Jugendliche sexuelle Erfahrungen auch bei einem Partner gleichen Geschlechts. Ob ihre Neigung zur Hetero-, Homo- oder Bisexualität geht, ist in diesem Entwicklungsstadium nicht zu erkennen.


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