Piercing / Intimschmuck

Von engl. "to pierce" (= durchstechen, lochen). Neuerer Begriff für eine alte Technik, den Körper mit Schmuck zu verschönern. Dabei werden bestimmte Körperteile (z.B. Ohrläppchen) mit einer Nadel durchstochen. Das Loch dient dann dem Anbringen von Schmuck (z.B. Ohrring). Bei Ur- und Naturvölkern wurden Körperteile durchstochen, in die dann Holz-, Metall-, Knochen- oder Elfenbeingegenstände kamen. Sie waren Ausdruck verschiedener Rituale oder symbolisierten eine bestimmte Machtposition. Piraten trugen goldene Ringe in ihren Ohrläppchen, weil sie wollten, dass man davon für sie ein christliches Begräbnis bezahlte, wenn sie im Kampf umkamen oder hingerichtet wurden.
In heutiger Zeit erlebt das Piercing einen neuen Boom. Besonders das Body-Piercing hat teilweise Kultform angenommen. Die Piercing-Anhänger tragen Schmuck in Nase, Augenbrauen, Lippen, Wangen Ohren, Bauchnabel. Es gibt Treffen unter "Gleichgesinnten", die sich ihre geschmückten Körper zeigen.
Das Body-Piercing unterschiedet man vom Sex-Piercing. Das Sex-Piercing ist eine besondere Form, Intimschmuck zu tragen: Brustwarzen, Schamlippen, Penis, Hodensack werden durchbohrt und mit (meist metallenem) Intimschmuck versehen.

Sex-Piercing findet sich oft auch in der Sadomaso-Szene. Dort trägt man nicht nur Intimschmuck, sondern "pierct" sich auch mit größeren und kleineren Nadeln.


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