Kondom

Auch Präservativ (Präser), Gummi, Verhüterli oder Pariser, im Engl. "french letter" genannt. Hülle aus Naturkautschuk-Latex (0,02-0,05 mm dünn), die über den Penis gestülpt wird und beim Geschlechtsverkehr den Samen auffängt.
Vermutlich versuchte man schon in der Antike und im Mittelalter nach Schutzmöglichkeiten, indem man den Penis "verpackte". Kondome gab es jedoch erst etwa im 18. Jahrhundert. Sie waren Leinensäckchen, die

zugeschnürt wurden, oder wurden aus Schweinsblasen und Ziegendärmen hergestellt. Sie dienten als Schutz vor Infektionen (vor allem Syphilis) und zur Empfängnisverhütung. In Deutschland brachte die Berliner Firma Fromm 1920 das erste Naturkautschuk-Latex-Kondom auf den Markt. Mit dem Aufkommen der Pille in den 60er Jahren verloren Kondome immer mehr an Bedeutung. Erst in den 80er Jahren durch die Verbreitung von Aids erlebten sie eine Renaissance und wurden sogar "gesellschaftsfähig". Kondome gelten bei richtiger Anwendung als sicheres Verhütungsmittel und bieten einen relativ guten Schutz vor Infektionen.
Neben den einfachen Kondomen gibt es heute eine Reihe Spezialpräservative mit Noppen, mit Geschmack oder mit fluoreiszierenden Stoffen, die im Dunkeln leuchten. Sie sind eher als Sexspielzeug zu betrachten, ihr Sicherheitsstandard entspricht oft nicht der Norm.


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