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Masturbation
Auch Masturbatio, abgeleitet von lat. "manus" (= Hand) und "stuprum"
(= Unzucht), ursprünglich Manustupratio. Auch Ipsation (von lat. "ipse" = selbst). Bezeichnung für Selbstbefriedigung
(veraltet auch: "Selbstbefleckung"). Gemeint ist die künstliche Reizung der (äußeren)
Genitalien bis zur Samen- (beim Mann) oder Sekreterguss (bei der Frau).
Die Reizung kann beim Mann auch mit Hilfe einer künstlichen Vagina erfolgen, bei der Frau auch mit Hilfe eines
Dildos. Unter "mutueller Masturbation" versteht man zudem die gegenseitige Masturbation, wenn ein Partner den
anderen mit der Hand befriedigt.Masturbation wird fälschlicherweise oft Onanie genannt.
Selbstbefriedigung galt lange Zeit nicht nur als schwere Sünde, sondern auch als gesundheitsschädlich. Noch bis zu Beginn dieses Jahrhunderts
glaubten seriöse Mediziner, Masturbation sei Ursache vieler Krankheiten (z.B. Rückenmarkschwindsucht, Epilepsie, Idiotie, Impotenz). Jugendlichen
versuchte man mit strengen Strafen und Bandagieren der Geschlechtsteile und Hände das Masturbieren "auszutreiben". Heute weiß man,
dass Masturbation keinerlei Gefahr bedeutet, im Gegenteil: Die körperliche und sexuelle Selbsterfahrung ist der Sexualpsyche förderlich.
Tatsache ist zudem, dass auch glücklich verheiratete Männer und Frauen gelegentlich masturbieren. Wissenschaftler sehen den Grund darin,
dass die rein sexuellen Gefühle stärker erlebt werden und das Masturbieren eine Abwechslung zum (partnerschaftlichen) Geschlechtsverkehr ist. |
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