Zirkumzision

Beschneidung. Ein Brauch vieler Völker, weibliche und männliche Jugendliche in ihre Gemeinschaft oder in die Erwachsenenwelt aufzunehmen. Bei männlichen Jugendlichen oder Kindern wird dabei die Penisvorhaut entfernt (Zirkumzision) oder eingeschnitten (Inzision). Im Judentum etwa wird die Zirkumzision am 8. Tag nach der Geburt als Zeichen des Eintritts in die Religionsgemeinschaft vorgenommen. Die Beschneidung geht auf eine Überlieferung im Alten Testament zurück, nach der Gott mit Abraham ein Bündnis schloss: Das Volk Israel sollte sich von anderen Stämmen unterscheiden.
Im Islam wird die Vorhautbeschneidung unterschiedlich vorgenommen: kurz nach der Geburt, im Kindesalter oder erst im Alter der Geschlechtsreife.
Im Gegensatz zur Vorhautbeschneidung kommt das Beschneiden der Mädchen nicht selten einer Verstümmelung gleich. Insbesondere die in vielen Teilen Afrikas noch heute praktizierte Infibulation fügt ihnen schwere Verletzungen zu: Den 7 bis 8 jährigen Mädchen werden dabei die äußeren Geschlechtsteile abgetrennt. Häig kommt es zu lebensgefährlichen Infektionen. Das Entfernen des "Lustorgans" bei den Mädchen soll u.a.

verhindern, dass sie sich selbst befriedigen. Internationale Menschenrechtsorganisationen fordern ein Verbot der Infibulation.


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